Geschichte

Um 950 nach Christus wurde zum ersten Mal eine „Basilika“ erwähnt. Der Anlass für den Bau dieser Kapelle war vermutlich die Notburga Sage.

Um 1284 wurde im Güterverzeichnis des Abtes Edelin von Weissenburg die gleiche Basilika aufgeführt, die jetzt den Aposteln Petrus und Paulus geweiht war.

Vermutlich um 1492 soll die Kirche der heutigen Patronin geweiht worden sein.

Der heutige Chorraum, der älteste Teil der Kirche, wird in das Jahr 1340 datiert. Die Rippenbögen, mit Ornamenten reich verziert, sowie die Deckenteile tragen die Symbole der vier Evangelisten Matthäus (Engel), Markus (Löwe), Lukas (Stier) und Johannes (Adler).

In der Mitte ist das Lamm dargestellt als Symbol für Jesus.

Im Jahr 1496 haben die Brüder Bartholomäus Horneck von Hornberg und seine Gemahlin Martha von Balzhofen sowie Ludwig Horneck von Hornberg und dessen Gemahlin Magdalena von Zessingen die an den Chorraum angrenzende Seitenkapelle erbaut. Diese wurde der Heiligen Katharina geweiht. Hier befinden sich bunte Glasfenster mit der genannten Jahreszahl und geben Zeugnis von der Erbauung und den Stiftern.

Das Langhaus (Schiff) in seiner jetzigen Größe wurde vermutlich um 1508 gebaut.

Auf der Nordseite des Langhauses (linke Wand), die ursprünglich fensterlos war, erzählen Wandmalereien aus dem Leben der hl. Notburga. Diese Bilderwand hatte in früheren Zeiten, als im Dorf nur Wenige des Schreibens und Lesens mächtig waren, die Aufgabe, die Sage der Heiligen von Generation zu Generation weiter zu tragen.

Ein Zeugnis der Bestattung der hl. Notburga ist ein Steinrelief, das sie liegend auf einem Sockel in schönem Gewand mit königlicher Krone darstellt. Im Jahr 1517 fand eine Graböffnung unter Anwesenheit geistlicher und weltlicher Macht statt. Es wurden Partikel aus dem Rückgrat des aufgefundenen Leichnams entnommen und als Reliquien nach Worms gebracht.